Definition:
Sei W eine ebene Punktwolke aus mindestens drei
Punkten, die nicht alle auf einer Geraden liegen. Die Ellipsen mit der
Gleichung
(
Kovarianzmatrix)
sowie ihre Trans-lationen hei§en Streuellipsen von W. Die Ellipse mit
hei§t "Standardstreuellipse".
Aus der Definition folgt, dass
. Die Ellipsen sind also wohldefiniert.
Satz: Die
Steiner-Ellipsen eines Dreiecks sind Streuellipsen.
Beweis:
Jedes ebene Dreieck kann mit €hnlichkeitsabbildungen
auf ein Dreieck mit den Eckpunkten
mit
abgebildet werden. Es genŸgt also, die Behauptung fŸr dieses
Dreieck zu zeigen. Sein Schwerpunkt ist
. Es gilt:
,
,
.
FŸr
ist das
Dreieck gleichseitig. Seine Steiner-Innenellipse ist aus
SymmetriegrŸnden der Innenkreis:
. Die Umellipse
ist:
.
Die durch
gegebene
affine Abbildung bildet das gleichseitige Dreieck auf
das Dreieck
ab. Der Innenkreis geht dabei in die Steiner-Innenellipse
Ÿber.
Die Umkehrabbildung ist
gegeben durch:
.
Einsetzen in die
Kreisgleichung ergibt:
Diese Ellipsengleichung wird
umgeformt:
Andererseits gilt fŸr die
Streuellipsen:

Der Vergleich zeigt: Die Streuellipse fŸr
ist die Innenellipse.
Streckung mit dem Faktor 2
ergibt fŸr
die Umellipse. Ø
Korollar: Zu jeder Punktwolke W gibt es Steiner-Ellipsen.
Streuellipsen sind die
Ortskurven der Punkte mit Mahalanobis-Abstand
vom Zentrum.