Hans Walser, [20150307]
Ableitung der Sinusfunktion
Zum
Funktionsgraphen der Sinusfunktion werden die Steigungen graphisch ermittelt
und als Funktion skizziert. Das legt die Vermutung
nahe.
Mit dem Additionstheorem fźr die Sinusfunktion erhalten wir:

In beiden Limites haben wir eine ăNull zu nullŇ-Situation. Das mahnt zur Vorsicht.
Wir erhalten:
|
h |
|
|
|
1.00000 |
0.84147 |
–0.45970 |
|
0.10000 |
0.99833 |
–0.04996 |
|
0.01000 |
0.99998 |
–0.00500 |
|
0.00100 |
1.00000 |
–0.00050 |
|
0.00010 |
1.00000 |
–0.00005 |
|
0.00001 |
1.00000 |
–0.00000 |
Tab. 1: Experiment
Auf Grund
des Experimentes vermuten wir
und
. Damit haben wir erneut die Vermutung:
![]()
Wir arbeiten mit den drei in der Abbildung 1 eingezeichneten Figuren.

Abb. 1: Beweisfiguren
Die drei
Figuren haben der Reihe nach die FlŠcheninhalte
,
und
. Es ist auf Grund der Abbildung 1:
![]()
Daraus ergibt sich:
![]()
Fźr den
Limes
erhalten
wir daher:
![]()
Dabei ist
zu beachten, dass beim Grenzźbergang die <-Relation durch die ˛-Relation zu
ersetzen ist. Dies kann am Beispiel
, aber
eingesehen
werden.
Somit ist
eingeklemmt zwischen 1 und 1 und daher
selber 1. Die Mathematiker verwenden fźr diesen Gedankengang die etwas
widersprźchliche Formulierung ăexakte AbschŠtzungŇ.
Aus
folgt
unmittelbar:
. Wir werden diesen Sachverhalt im Folgenden
verwenden.
Das grźne
rechtwinklige Dreieck der Abbildung 2 hat die HypotenusenlŠnge
. Der kleinere der beiden spitzen Winkel ist
. Daher misst die kurze Kathete
.

Abb. 2: Geometrische †berlegung
Andererseits
ist die kurze Kathete auch
. Somit haben wir:

Mit dem Additionstheorem fźr die Kosinusfunktion erhalten wir:
![]()
Somit ist:

Fźr die Ableitung der Sinusfunktion gilt daher:
![]()
Uff.