Hans Walser, [20250902]
Drei paarweise orthogonale Kreise
Konstruktionsverfahren mit Kreisspiegelungen
Wir zeichnen zwei orthogonale Geraden und einen Kreis, der sein Zentrum im Schnittpunkt der beiden Geraden hat. Der Kreis schneidet dann die beiden Geraden orthogonal.
Praxis: x-Achse,
y-Achse und Einheitskreis (Abb. 1).

Abb. 1: Start
Dann wählen wir einen
beliebigen Kreis (blau Abb. 2). Dieser dient als Spiegelkreis.

Abb. 2:
Spiegelkreis
Nun spiegeln wir die
drei eingangs gezeichneten Figuren am Spiegelkreis. So erhalten wir drei
paarweise orthogonale Kreise (rot in Abb. 3).

Abb. 3: Drei
paarweise orthogonale Kreise
Begründung für die
Stimmigkeit des Verfahrens: die Kreisspiegelung ist winkel- und möbiuskreistreu.
Zu zwei gegebenen
orthogonalen Kreisen und einem gegebenen Punkt (Abb. 4) ist ein zu den beiden
Kreisen orthogonaler Kreis durch diesen Punkt gesucht.

Abb. 4:
Ausgangslage
Wir wählen einen der
beiden Schnittpunkte der beiden gegebenen Kreise als Zentrum des Spiegelkreises
(Abb. 5). Der Radius des Spiegelkreises ist beliebig. Technisch ist es von Vorteil,
wenn der Spiegelkreis die beiden gegebenen Kreise schneidet.

Abb. 5:
Spiegelkreis
Wir spiegeln die
beiden gegebenen Kreise und den Punkt an diesem Spiegelkreis. Die beiden Kreise
werden zu orthogonalen Geraden (magenta in Abb. 6).

Abb. 6:
Spiegelungen
Nun zeichnen wir
einen Kreis um den Schnittpunkt der beiden Geraden durch das Spiegelbild des
Punktes (grüner Kreis in Abb. 7).

Abb. 7: Kreis
Den grünen Kreis
spiegeln wir am Spiegelkreis und erhalten so den gesuchten Kreis, der zu beiden
schwarzen Kreisen orthogonal ist (rot in Abb. 8).

Abb. 8: Dritter
Kreis
Die Abbildung 9
zeigt Ausgangslage und Lösung.

Abb. 9: Ausgangslage
und Lösung