Hans Walser, [20251126]
Flächeninvarianz
Idee und Anregung: Hartmut Müller-Sommer, Vechta
Beispiel einer invarianten Dreiecksfläche
Wir beginnen mit der Figur der Abbildung 1. Auf dem Kreis haben wir einen laufenden Punkt.

Abb. 1: Startfigur
Wir ergänzen den obersten Kreispunkt und den laufenden Punkt zu einem rechtwinkligen Dreieck. Der rechte Winkel ist beim obersten Kreispunkt. Die dritte Ecke des rechtwinkligen Dreiecks liegt auf der senkrechten Geraden (Abb. 2).

Abb. 2: Rechtwinkliges Dreieck
Der Flächeninhalt des rechtwinkligen Dreiecks bleibt bei der Kinematik invariant.
Wir arbeiten mit den Bezeichnungen der Abbildung 3.

Abb. 3: Bezeichnungen
Die Kathete AC des Dreiecks hat die Länge 2r cos(ϕ), die Kathete BC die Länge p/cos(ϕ). Das rechtwinklige Dreieck hat daher den Flächeninhalt rp, unabhängig von ϕ. Dies war zu zeigen.
Wir können die beiden rot markierten rechten Winkel durch einen beliebigen anderen Winkel ersetzen (Abb. 4).

Abb. 4: Verallgemeinerung
Die Flächeninvarianz des Dreieckes bleibt erhalten.
Der Beweis geht analog wie im orthogonalen Fall. Wir arbeiten mit den Bezeichnungen der Abbildung 5.

Abb. 5: Bezeichnungen
Mit p bezeichnen wir den Abstand der Dreiecksecke C von der nun schrägen Geraden g. Der Kreisradius sei r. Den roten Winkel bezeichnen wir mit ψ.
Die Seite AC des Dreiecks hat die
Länge 2r cos(ϕ), die Seite BC
die Länge p/cos(ϕ). Das Dreieck hat
daher den Flächeninhalt rp sin(ψ),
unabhängig von ϕ. Dies war zu zeigen.