Hans Walser, [20240708]
Kreise beim Dreieck
Flächenvergleich zwischen In- und Ankreisflächen und Umkreisfläche
Invariante Flächensumme beim rechtwinkligen Dreieck
In einem beliebigen Dreieck zeichnen wir den Inkreis, die drei Ankreise und den Umkreis (Abb. 1).

Abb. 1: Kreise beim Dreieck
Wir addieren die Flächeninhalte des Inkreises und der drei Ankreise (rot in Abb. 1) und setzen die Flächensumme ins Verhältnis zum Flächeninhalt des Umkreises (grau in Abb. 1). Im gezeichnete Beispiel der Abbildung 1 ergibt sich das Flächenverhältnis 7.5209 : 1. Das Flächenverhältnis variiert bei Veränderung des Dreiecks.
Bei einigen speziellen Dreiecken ergibt sich ein „schönes“ Flächenverhältnis.
Beim gleichseitigen Dreieck (Abb. 2) ist das Flächenverhältnis 7 : 1. Nachweis durch Rechnung.

Abb. 2: Gleichseitiges Dreieck
Beim rechtwinklig gleichschenkligen Dreieck (Abb. 3) ist das Flächenverhältnis 8 : 1. Nachweis durch Rechnung. Wir werden sehen, dass dieses Flächenverhältnis 8 : 1 für jedes rechtwinklige Dreieck gilt.

Abb. 3: Rechtwinklig gleichschenkliges Dreieck
Beim gleichschenkligen Dreieck mit den Basiswinkeln 30° (Abb. 4) ist das Flächenverhältnis 11 : 1. Mit DGS ermittelt.

Abb. 4: Basiswinkel 30°
Beim gleichschenkligen Dreieck mit den Basiswinkeln 72° (Abb. 5) ist das Flächenverhältnis 7.382 : 1. Hinter diesem Verhältnis steckt der Goldene Schnitt.
Wir bezeichnen mit Φ = (1 + √5)/2 ≈ 1.618 den Goldenen Schnitt. Es ist 9 – Φ ≈ 7.382. Dies ist das Flächenverhältnis in unserem Beispiel.

Abb. 5: Basiswinkel 72°
Beim gleichschenkligen Dreieck mit den Basiswinkeln 36° (Abb. 6) ist das Flächenverhältnis 9.618 : 1. Es ist 8 + Φ ≈ 9.618.

Abb. 6: Basiswinkel 36°
Bei rechtwinkligen Dreiecken (Abb. 7) ist das Flächenverhältnis invariant 8 : 1.

Abb. 7: Rechtwinklige Dreiecke
Nachweis rechnerisch.
Rechenweg und Formeln: Geben seien die Katheten a und b. Damit berechnen wir:
Hypotenuse: c
= √(a2 + b2)
Halber Umfang: s = ½*(a + b + c)
Inkreisradius: ρ = s – c
Ankreisradien: ρa = s – b ρb = s
– a ρc = s
Umkreisradius: r = ½ c
Damit lässt sich das Flächenverhältnis berechnen.
Ich vermute auf Grund von Beispielen, dass das Flächenverhältnis 8 : 1 nur bei rechtwinkligen Dreiecken auftreten kann.
Literatur
Walser, Hans
(2024): Der Goldene Schnitt. Geometrische und zahlentheoretische Betrachtungen.
7. Auflage. Springer Spektrum.
Print-ISBN 978-3-662-68556-3. E-Book_ISBN
978-3-662-68557-0.
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68557-0