Hans Walser, [20260518]
Pythagoreische Dreiecke
Visualisierung der üblichen Parametrisierung der Pythagoreischen Dreiecke.
Mit teilerfremden u und v, u > v, u – v ungerade sind
(1) a = u2 – v2, b = 2uv, c = u2 + v2
die Seiten eines pythagoreischen Dreiecks.
Wir bearbeiten den Fall u = 2 und v = 1. Nach obigen Formeln wird dann a = 3, b = 4 und c = 5 („Ägyptisches Dreieck“).
Die gelben Dreiecke (Abb. 1) haben das Seitenverhältnis 3:4:5.

Abb. 1: Seitenverhältnis 3:4:5
Wir bearbeiten den Fall u = 3 und v = 2. Wir erhalten rechnerisch a = 5, b = 12 und c = 13 („Indisches Dreieck“).
Die gelben Dreiecke (Abb. 2) haben das Seitenverhältnis 5:12:13.

Abb. 2: Seitenverhältnis 5:12:13
Wir bearbeiten den Fall u = 4 und v = 1. Wir erhalten rechnerisch a = 15, b = 8 und c = 17.
Die gelben Dreiecke (Abb. 3) haben das Seitenverhältnis 15:8:17.

Abb. 3: Seitenverhältnis 15:8:17
Wir unterteilen die Seiten des Startquadrates zyklisch im Verhältnis v:u (Abb. 4). Die Teilpunkte ergänzen wir zu einem einbeschriebenen Quadrat.

Abb. 4: Unterteilung der Quadratseiten. Einbeschriebenes Quadrat
Das einbeschriebene Quadrat spiegeln wir an einer Symmetrieachse (egal welcher) des Startquadrates (Abb. 5). So erhalten wir rechtwinklige Dreiecke, exemplarisch das Dreieck ABC.

Abb. 5: Konstruktion des rechtwinkligen Dreiecks
Die blau eingezeichnete Linie (Abb. 6) ist aus Symmetriegründen die Winkelhalbierende des Winkels β.

Abb. 6: Winkelhalbierende
Für den Winkel β/2 erhalten wir:
(2) tan(β/2) = v/u
Mit dem Additionstheorem des Tangens ergibt sich daraus:
(3) b/a = tan(β) = (2v/u)/(1 – v2/u2) = 2uv/(u2
– v2)
Damit genügt das Verhältnis der Katheten a und b den Formeln (1). Das Dreieck ABC ist pythagoreisch.
Weblinks
Hans Walser: Pythagoras
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen_Uebersicht/Pythagoras/index.html