Hans Walser, [20251020]
Quadrat und rechtwinkliges Dreieck
Zerlegungsgleichheit
Zur Hyperbel xy = 1 zeichnen wir den kleinsten Kreis, der beide Hyperbeläste berührt (Abb. 1). Dieser Kreis hat den Radius √2.

Abb. 1: Hyperbel mit Inkreis
Wir zeichnen ein Quadrat mit der Seitenlänge des Inkreises, also mit der Seitenlänge √2 (Abb. 2). Das Quadrat hat den Flächeninhalt 2.

Abb. 2: Quadrat
Auf der Hyperbel wählen wir einen beliebigen
Punkt mit der x-Koordinate x
∈ [√(½), √2] (Abb. 3). Die Hyperbeltangente in diesem Punkt
definiert zusammen mit den Koordinatenachsen ein rechtwinkliges Dreieck.

Abb. 3: Rechtwinkliges Dreieck
Das Dreieck hat ebenfalls den Flächeninhalt 2. Beweis rechnerisch.
Gesucht ist eine gemeinsame Zerlegung von Quadrat und Dreieck.
In den Grenzfällen ist die gemeinsame Zerlegung sehr einfach (Abb. 4).

Abb. 4.1: Grenzfall links

Abb. 4.2: Grenzfall rechts
Im symmetrischen Fall gibt es zwei sehr einfache gemeinsame Zerlegungen (Abb. 5).

Abb. 5.1: Symmetrischer Fall

Abb. 5.2: Elegante Lösung im symmetrischen Fall
Im allgemeinen Fall habe ich lediglich eine Lösung mit sieben Teilflächen gefunden (Abb. 6).

Abb. 6: Allgemeiner Fall
Entsprechende (gleichfarbige) Flächenanteile können entweder durch eine Translation (gelb, rot, blau, hellblau) oder eine Punktspiegelung (grün, purpur, gold) zur Deckung gebracht werden.
Die Lösung des allgemeinen Falles gestattet eine Kinematik (Abb. 7).

Abb. 7: Kinematik
In den Grenzfällen verschwinden einige Flächenanteile (Abb. 8).

Abb. 8.1: Grenzfall links

Abb. 8.2: Grenzfall rechts
Der symmetrische Fall (rechtwinklig gleichschenkliges Dreieck) ist nicht eben symmetrisch (Abb. 9).

Abb. 9: Symmetrischer Fall
Die allgemeine Lösung funktioniert nur für
Punkte auf der Hyperbel mit der x-Koordinate x ∈
[√(½), √2]. Für andere Punkte auf der Hyperbel muss eine andere gemeinsame
Zerlegung gefunden werden.