Hans Walser, [20250619]
Symmetrie und Optimierung
Eine altgediente Aufgabe zu Optimierung geht so:
Mit Hilfe von einem 50 m langen Maschendraht soll ein rechteckiger Platz maximaler Fläche eingezäunt werden. Welche Länge a und welche Breite b müssen dafür gewählt werden?
Schulmäßiges Vorgehen des Musterschülers:
Hauptbedingung:
A(a,b) = ab soll maximal werden
Nebenbedingung:
U(a,b) = 2a + 2b = 50
Aus der Nebenbedingung ergibt sich
b = 25 – a
Wenn wir dies in die Flächenformel der Hauptbedingung einsetzen, erhalten wir einen Ausdruck, der nur noch von a abhängig ist:
A(a) = a(25 – a)
A(a) = –a2 + 25a
Zu Bestimmung des Maximums setzen wir die Ableitung gleich null:
dA/da = –2a + 25 = 0
Daraus folgt die Lösung a = 12.5 und b = 12.5. Der optimale Platz ist ein Quadrat.
Idee einer Schülerin: Wir gehen vom Mittelwert ¼U = 12.5 für die Seitenlänge aus und setzen:
a = 12.5 + x
b = 12.5 – x
Damit ist die Nebenbedingung erfüllt. Für den Flächeninhalt A erhalten wir:
A(x) = (12.5 + x)(12.5 – x)
Mit der dritten binomischen Formel ergibt sich:
A(x) = (12.5 + x)(12.5 – x) = 12.52 – x2
Dies ist maximal für x = 0. Der maximale Wert ist 12.52 = 156.25.
Das orange Quadrat (Abb. 1) entspricht dem x2.

Abb. 1: Die Differenz wird immer größer
Die Abbildung 2 zeigt eine abgeänderte Disposition.

Abb. 2: Animation