Hans Walser, [20260714]
Deltoidaldodekaeder
Anregung: Wilfried Dutkowski, Bonn
Übergang von einem Tetraeder zum dualen Tetraeder durch Drehungen von Ebenen
Wir beginnen mit einem Rhombendodekaeder (Abb. 1). Die langen Diagonalen der Rhomben bilden ein Kantengerüst eines Oktaeders.
Technisches: Für die Eckpunkte des Rhombendodekaeders habe ich folgende Koordinaten gewählt: sechs Eckpunkte mit den Koordinaten [±1, 0, 0], [0, ±1, 0], [0, 0, ±1] und acht Eckpunkte mit den Koordinaten [±½, ±½, ±½].

Abb. 1: Rhombendodekaeder
Nun verdrehen wir die Rhombenebenen um die Kanten des Oktaeders (Abb. 2). Dabei verändern die Rhomben ihre Form, sie werden zu Drachenvierecken (Deltoiden).

Abb. 2: Verdrehen der Rhombenebenen
Wir sehen den Übergang von einem Tetraeder zum dualen Tetraeder.
Ausgehend vom Rhombendodekaeder führen die extremen Drehwinkel ±arctan(√0.5) ≈ ±35.264° zu den beiden Tetraedern.
Die Zwischenfiguren zwischen dem Rhombendodekaeder und den grenzwertigen Tetraedern bestehen aus 12 Drachenvierecken (Abb. 3 und Abb. 4 für eine Verdrehung von 20°).
Sie heißen daher Deltoidaldodekaeder (Deltoid = Drachenviereck, dodeka = 12, eder = Seitenfläche).

Abb. 3: Zwischenfigur: Deltoidaldodekaeder

Abb. 4: Deltoidaldodekaeder
Beim „Überdrehen“, also Drehwinkeln größer oder kleiner als 35.264°, entstehen Sterne mit vier Spitzen.
Die Abbildung 5 zeigt die Situation für Drehwinkel zwischen –45° und 45°.

Abb. 5: Sterne
Die Abbildung 6 zeigt die Situation für Drehwinkel zwischen –53° und 53°.

Abb. 6: Sehr spitze Sterne
Die Bereichsgrenzen müssen betragsmäßig kleiner als arctan(√2) ≈ 54.7356° sein.
Weblinks
Hans Walser: Deltoidalikositetraeder
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/D/Deltoidalikositetraeder/Deltoidalikositetraeder.html