Hans Walser, [20260611]

Kaleidoskop

1     Worum es geht

Modellierung von Kaleidoskopen

2     Der Klassiker

Das klassische Kaleidoskop besteht aus einem innen verspiegelten Dreikantprisma. Für die zweidimensionale Modellierung arbeiten wir mit einem gleichseitigen Dreieck. Im Innern des gleichseitigen Dreiecks zeichnen wir eine beliebige Figur (Abb. 1).

Abb. 1: Figur im Dreieck

Nun spiegeln wir diese Figur an jeder Dreiecksseite (Abb. 2).

Abb. 2: Erster Schritt

Nun spiegeln wir die Gesamtfigur, also die Urbildfigur plus deren drei Spiegelbilder, an jeder Dreiecksseite (präziser: an der Trägergerade jeder Dreiecksseite) (Abb. 3).

Abb. 3: Zweiter Schritt

Bei diesem Schritt wird zum Beispiel der rote Punkt von außen wieder hineingespiegelt, er ist jetzt also im Innern vier Lagen hoch.

Wiederum spiegeln wir die Gesamtfigur an jeder Dreiecksseite (Abb. 4).

Abb. 4: Dritter Schritt

Die Abbildung 5 zeigt die Situation nach sechs Schritten. Der Umriss ist ein regelmäßiges Sechseck.

Abb. 5: Situation nach sechs Schritten

Die Abbildung 6 zeigt eine Animation der ersten sechs Schritte. Bei einem realen Kaleidoskop ist die Anzahl der Schritte nicht beschränkt.

Abb. 6: Animation

Die Abbildung 7 zeigt, wie sich das zentrale Dreieck ausbreitet. Die Farbe ist transparent, Überlagerungen erscheinen dunkler.

Abb. 7: Ausbreitung des zentralen Dreiecks

Wir die Figur im zentralen Dreieck (Abb. 1) verändert, ändert sich entsprechend die Gesamtfigur im Kaleidoskop (Abb. 8).

Abb. 8: Veränderung der Figur im zentralen Dreieck

3     Allgemeines Dreieck

Das gleichseitige Dreieck kann nicht durch ein allgemeines Dreieck ersetzt werden (Abb. 9).

Abb. 9: Allgemeines Dreieck

Bei den ersten Schritten sieht es zwar noch ganz manierlich aus, aber dann verlieren wir jede Symmetrie (Abb. 10 nach sechs Schritten).

Abb. 10: Symmetrieverlust

Wir ersetzen beim allgemeinen Dreieck die Geradenspiegelungen durch Punktspiegelungen an den Seitenmitten (Abb. 11 und Abb. 12).

Abb. 11: Punktspieglungen

Abb. 12: Situation nach sechs Schritten

Der Umriss ist ein affin reguläres Sechseck.

Wie kann ein solches Kaleidoskop gebaut werden?

4     Quadrat-Kaleidoskop

Die Abbildung 13 zeigt das Kaleidoskop mit einem Quadrat als Grundlage.

Abb. 13: Quadratisches Kaleidoskop

Abb. 14: Situation nach sechs Schritten

Der Umriss ist ein auf einer Ecke stehendes Quadrat.

Die Animation 15 zeigt die Ausbreitung und Überlagerung des Kaleidoskops.

Abb. 15: Ausbreitung und Überlagerung

5     Regelmäßiges Fünfeck

Beim regelmäßigen Fünfeck musste ich die Figur im zentralen Fünfeck grafisch vereinfachen, da es (beim dritten Schritt) zu Überlagerungen kommt.

Abb. 16: Regelmäßiges Fünfeck

Nach sechs Schritten zeichnet sich ein Muster ab (Abb. 17). Man erkennt Geraden, welche orthogonal zu den blauen Seiten des Fünfecks laufen. Ich verstehe das nicht.

Abb. 17: Situation nach sechs Schritten

In der Animation 18 und der Abbildung 19 wurde der Kreis in den Mittelpunkt des Fünfecks versetzt.

Abb. 18: Kreis im Mittelpunkt

Die Seiten des blauen Fünfeckes scheinen nach innen gebogen, das ist aber eine optische Täuschung.

Abb. 19: Situation nach sechs Schritten

Die Animation 20 zeigt die Ausbreitung und Überlagerung der gespiegelten Fünfecke. Wir scheinen keine Schließungsfigur zu haben.

Abb. 20: Ausbreitung und Überlagerung

6     Regelmäßiges Sechseck

Beim regelmäßigen Sechseck kommt es im zentralen Sechseck ebenfalls zu Überlappungen (nach dem dritten Schritt), aber nach dem vierten Schritt bleibt die Figur im Sechseck stabil (Abb. 21).

Abb. 21: Im Sechseck

Die Abbildung 22 zeigt die Situation nach fünf Schritten.

Abb. 22: Situation nach fünf Schritten

Die Animation 23 zeigt die Ausbreitung und Überlagerung der Sechsecke.

Abb. 23: Ausbreitung und Überlagerung

Weblinks

Wikipedia: Kaleidoskop

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaleidoskop

 

Hans Walser: Kaleidoskop

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/K/Kaleidoskop/Kaleidoskop.htm