Hans Walser, [20250818]

Kreisdarstellung

1     Worum es geht

Verallgemeinerung der klassischen Parameterdarstellung des Einheitskreises.

2     Vorgehen

2.1     Einheitsvektoren

Zu  n   definieren wir eine Phasenverschiebung  ϕk = kπ/n.

Weiter zeichnen wir n Einheitsvektoren  ek, k = 0, .. , (n – 1) , welche gegenüber der positiven x-Achse den Winkel  ϕk = kπ/n  einschließen (Abb. 1 für  n = 7 ).

Für diese Einheitsvektoren gilt:

 

 

 

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Abb. 1: Einheitsvektoren im Fächer

2.2     Linearkombination

Wir bilden mit den n Einheitsvektoren die Linearkombination:

 

 

Für  t = 0 ..  ergibt sich der rote Kreis der Abbildung 2. Dieser Kreis ist nicht der Einheitskreis, sondern er hat den Radius  n/2.

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Abb. 2: Kreis

2.3     Skalierung

Wir müssen also noch mit dem Kehrwert von  n/2  skalieren, um den Einheitskreis zu erhalten (Abb. 3).

Abb. 3: Skalierung

3     Beweis

Mit Hilfe der Additionstheoreme und der Formeln      

 

 

erhalten wir:

 

 

Dies ist die klassische Parameterdarstellung für den Kreis mit dem Radius  n/2 .

4     Sonderfälle

Für  n = 2  ergibt sich die klassische Parameterdarstellung des Einheitskreises (Abb. 4). Der Skalierungsfaktor ist 1.

Abb. 4: Sonderfall

Für n = 1  erhalten wir nur eine Strecke (Abb. 5).

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Abb. 5: Strecke

5     Stern

Wir können den Vektorenfächer durch einen Vektorenstern ersetzen (Abb. 6). Die Phasenverschiebung ist nun doppelt so groß, also  ϕk = 2kπ/n.

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Abb. 6: Stern statt Fächer

Mit derselben Linearkombination und derselben Skalierung ergibt ebenfalls der Einheitskreis (Abb. 7). Für  n = 2  funktioniert es allerdings nicht, weil die beiden Vektoren dann linear abhängig sind.

Abb. 7: Stern und Einheitskreis

Auch mit der Phasenverschiebung  ϕk = 4kπ/n  geht es (Abb. 8). Die Vektoren im Stern sind nun in anderer Reihenfolge angeordnet.

Abb. 8: Verdoppelung der Phasenverschiebung

6     Phasenverschiebungen

Die Abbildung 9 zeigt die Grafen der Funktionen  cos(tϕk), k = 0 .. (n – 1), ϕk = kπ/n  für  n = 7.

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Abb. 9: Kosinuskurven mit Phasenverschiebungen

Die Summe dieser Funktionen zeigt eine große Schwingung (Abb. 10).

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Abb. 10: Summenkurve

Bei der doppelt so großen Phasenverschiebung  ϕk = 2kπ/n  sieht die Sache ausgeglichener aus (Abb. 11).

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Abb. 11: Regelmäßige Phasenverschiebung

Die Summenkurve ist daher null (Abb. 12).

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Abb. 12: Summe null

 

 

Weblinks

Hans Walser: Einheitskreis

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/E/Einheitskreis/Einheitskreis.html

Hans Walser: Schiefe Ellipse

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/S/Schiefe_Ellipse/Schiefe_Ellipse.html