Hans Walser, [20260924]

Drei Sehnenvierecke

1     Worum es geht

Ausgehend von einem Sehnenviereck werden mit Winkelhalbierenden zwei weitere Sehnenvierecke konstruiert

Beziehungen zwischen den drei Sehnenvierecken

Orthodiagonale Sehnenvierecke

Eine Gerade durch vier Punkte

Bestandesaufnahme von Phänomenen, nur teilweise bewiesen

2     Sehnenviereck

Wir beginnen mit einem Sehnenviereck (grün in Abb. 1).

Abb. 1: Sehnenviereck

3     Orthogonale Winkelhalbierende

Wir schneiden gegenüberliegende Seiten und zeichnen die Winkelhalbierenden der dadurch entstehenden Winkel (rot in Abb. 2). Die beiden Winkelhalbierenden sind orthogonal, Beweis.

Abb. 2: Orthogonale Winkelhalbierende

4     Inneres und äußeres Sehnenviereck

Die inneren Winkelhalbierenden des grünen Sehnenvierecks bilden ein weiteres Sehnenviereck (gelb in Abb. 3). Beweis.

Abb. 3: Inneres Sehnenviereck

Die Eckpunkte des inneren Sehnenvierecks liegen auf den beiden roten Winkelhalbierenden. Dies kann mit Winkelhalbierenden in passenden Teildreiecken der Abbildung 3 gezeigt werden.

Das innere Sehnenviereck ist daher ein orthodiagonales Viereck.

Die äußeren Winkelhalbierenden des grünen Sehnenviereckes bilden ebenfalls ein Sehnenviereck (gelb in Abb. 4).

Abb. 4: Äußeres Sehnenviereck

Die Eckpunkte des äußeren Sehnenvierecks liegen ebenfalls auf den beiden roten Winkelhalbierenden. Es ist ebenfalls ein orthodiagonales Viereck.

Die beiden gelben Sehnenvierecke sind ungleichsinnig ähnlich. Sie können durch eine Spiegelung an der eher flach liegenden roten Winkelhalbierenden und eine anschließende Streckung vom roten Diagonalenschnittpunkt aus mit dem Längenverhältnisfaktor aufeinander abgebildet werden. Die beiden roten Winkelhalbierenden haben die Richtungen der beiden Eigenvektoren dieser Ähnlichkeitsabbildung. Die Eigenwerte sind entgegengesetzt gleich und betragsmäßig der Längenverhältnisfaktor.

5     Die Zentralgerade

Und nun kommt der Gag der Sache. Die Umkreismittelpunkte der drei Sehnenvierecke liegen äquidistant auf einer Geraden (Zentralgerade) (indigo in Abb. 5). Dafür habe ich keinen Beweis, ebensowenig für die folgenden Feststellungen. Diese sind aber numerisch validiert. Der schwarze Umkreismittelpunkt des grünen Sehnenviereckes liegt in der Mitte der Umkreismittelpunkte der beiden gelben Sehnenvierecke.

Abb. 5: Zentralgerade

6     Weitere Phänomene

Der Diagonalenschnittpunkt des grünen Sehnenvierecks liegt ebenfalls auf der Zentralgeraden (Abb. 6). Er liegt allerdings nicht im Äquidistanzraster der drei anderen Punkte (auch wenn die Zeichnung das suggeriert).

Abb. 6: Diagonalenschnittpunkt

Die beiden Winkelhalbierenden des Diagonalenschnittwinkels sind parallel zu den beiden roten Winkelhalbiernden (violett in Abb. 7).

Abb. 7: Parallele Winkelhalbierende

Die Eckenschwerpunkte der beiden gelben Sehnenvierecke liegen auf einer zur Zentralgeraden parallelen Geraden (Abb. 8). Der Eckenschwerpunkt des grünen Sehnenvierecks liegt nicht auf dieser Geraden.

Abb. 8: Eckenschwerpunkte

Wir finden ein weiteres Parallelenpaar in der Figur (Abb. 9).

Abb. 9: Weiteres Parallelenpaar

 

Weblinks

Hans Walser: Sehnenviereck

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/S/Sehnenviereck3/Sehnenviereck3.html

Hans Walser: Sehnenviereck

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/S/Sehnenviereck2/Sehnenviereck2.htm

Hans Walser: Orthodiagonale Vierecke

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/O/Orthodiag_Vierecke/Orthodiag_Vierecke.htm

Hans Walser: Orthodiagonales Gelenkvierck

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/O/Orthodiagonales_Gelenkviereck/Orthodiagonales_Gelenkviereck.html

Hans Walser: Orthogonale Diagonalen

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/O/Orthogonale_Diagonalen/Orthogonale_Diagonalen.htm