Hans Walser, [20260520]
Fibonacci-Spiralen
Anregung: Shingo Nakanishi, OIT (Osaka Institute of
Technology), Japan
Spiralen mit gleichschenkligen Trapezen, deren Seitenlängen den Fibonacci-Zahlen entsprechen.
In einem regelmäßigen Dreiecksraster zeichnen wir die Fibonacci-Trapeze (Abb. 1). Diese sind gleichschenklig und haben drei aufeinanderfolgende Fibonacci-Zahlen als Seiten. Dabei arbeiten wir mit folgenden Zahlen der Fibonacci-Folge:
–1, 1, 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, …
Das gleichschenklige Trapez ganz rechts zum Beispiel hat die Grundseitenlänge 13, die Schenkellänge 8 und die Deckseitenlänge 5. Die drei aufeinanderfolgenden Fibonacci-Zahlen sind also 5, 8, 13.

Abb. 1: Fibonacci-Trapeze
Das „Trapez“ ganz links gehört zum Tripel –1, 1, 0. Die Grundseitenlänge ist –1, die Schenkellänge 1 und die Deckseitenlänge 0.
Die anschließende Strecke gehört zum Tripel 1, 0, 1.
Das nächste Dreieck zum Tripel 0, 1, 1.
Das erste wirkliche Trapez zum Tripel 1, 1, 2.
Wir bauen aus den Trapezen der Abbildung 1 eine Spirale (Abb. 2). Sie passt in den Dreiecksraster.

Abb. 2: Spirale aus Trapezen
Wir können sechs Spiralen der Abbildung 2 so zusammenfügen, dass sie die ganze Ebene überdecken, sich aber nicht überlappen (Abb. 3).

Abb. 3: Sechs Spiralen
In der Abbildung 4 sind nur die Grenzlinien gezeichnet. Wir erkennen zwei gegenläufige Spiraltypen.

Abb. 4: Grenzlinien
Die Abbildungen 5 und 6 zeigen die Spiraltypen einzeln.

Abb. 5: Linienspiralen

Abb. 6: Linienspiralen
Die Abbildung 7 zeigt die sechs Flächenspiralen ohne Hintergrundraster.

Abb. 7: Sechs Flächenspiralen ohne Raster
Die Spirale der Abbildung 8 enthält rechte Winkel und passt daher nicht mehr in einen Dreiecksraster.

Abb. 8: Spirale mit rechten Winkeln
Wir können sechs solcher Spiralen zusammenfügen (Abb. 9). Die Lücken dazwischen sind Quadrate mit den Seitenlängen der Fibonacci-Zahlen.

Abb. 9: Sechs Spiralen mit Lücken dazwischen
Wir färben die Figuren der Abbildung 1 alternierend rot und grün und versehen die Trapeze mit Diagonalen, welche von links oben nach rechts unten verlaufen (Abb. 10).

Abb. 10: Alternierende Färbung. Diagonalen
Wir können alle roten beziehungsweise alle grünen Figuren aufeinanderstapeln und erhalten je ein gleichseitiges Dreieck (Abb. 11).

Abb. 11: Stapel
Wir können die Teile aber auch so anordnen, dass die Diagonalen den Anfang einer Spirale bilden (Abb.12).

Abb. 12: Spiralen
Die Abbildung 13 zeigt dieselben Spiralen mit je drei weiteren Schritten.

Abb. 13: Je drei weitere Schritte
Wir können auch im Wechsel mit den Farben rot und grün arbeiten (Abb. 14).

Abb. 14: Rot-grüne Spirale
Weblinks
Hans Walser:
Fibonacci Spirals
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/F/Fibonacci_Spirals2/Fibonacci_Spirals2.html
Hans Walser: Fibonacci-Spiralen
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/F/Fibonacci-Spiralen2/Fibonacci-Spiralen2.html
Hans Walser: Fibonacci-Spiralen
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/F/Fibonacci-Spiralen/Fibonacci-Spiralen.html
Hans Walser: Fibonacci-Star
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/F/Fibonacci-Star/Fibonacci_Star.htm
Hans Walser: Fibonacci-Trapeze
https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/F/Fibonacci-Trapeze/Fibonacci-Trapeze.htm
Literatur
Walser, Hans (2022): Spiralen, Schraubenlinien und spiralartige Figuren. Mathematische Spielereien in zwei und drei Dimensionen. Springer Spektrum. ISBN 978-3-662-65131-5 und ISBN 978-3-662-65132-2 (eBook).
Walser, Hans (2024): Spirals,
Helical Lines, and Spiral-Like Figures. Mathematical Playfulness in Two and
Three Dimensions. Springer.
ISBN 978-3-662-68930-1, ISBN 978-3-662-68931-8 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68931-8
Walser, Hans (2012): Fibonacci. Zahlen und Figuren. Leipzig, EAGLE, Edition am Gutenbergplatz. ISBN 978-3-937219-60-8.