Hans Walser, [20261029]

Invariante Flächensumme

1     Worum es geht

Spiel mit Flächen von gleichschenkligen Dreiecken

2     Konstruktion

Dem Einheitskreis beschreiben wir ein regelmäßiges n-Eck ein (Abb. 1 für n = 3). Weiter zeichnen wir eine Gerade durch den Mittelpunkt.

Abb. 1: Regelmäßiges Vieleck im Einheitskreis

Zu jeder Ecke des Vielecks zeichnen wir ein gleichschenkliges Dreieck wie folgt. Die Spitze sei in der Dreiecksecke, die Basis auf der Geraden. Der Winkel an der Spitze sei 360°/n. Für n = 3 gibt das also drei gleichschenklige Dreiecke mit dem Spitzenwinkel 120° (Abb. 2). Das Interessante dabei ist, dass die Basisecken der gleichschenkligen Dreiecke bündig aneinanderschließen. Beweis für diesen Sachverhalt hier.

Abb. 2: Gleichschenklige Dreiecke

3     Invariante Flächensumme

Die Flächensumme der gleichschenkligen Dreiecke bleibt invariant bei einer Drehung des n-Ecks im Kreis (Abb. 3). Für n = 3 ist die invariante Flächensumme das Doppelte des Flächeninhaltes des einbeschriebenen grünen gleichseitigen Dreiecks. Dies geht aus dem Sonderfall (Verdrehung 0) hervor.

Abb. 3: Invariante Flächensumme. Sonderfall

4     Weitere Beispiele

4.1     Quadrat

Beim Quadrat (Abb. 4) ist die Flächensumme gleich groß wie der Flächeninhalt des Quadrates.

Abb. 4: Einbeschriebenes Quadrat

4.2     Regelmäßiges Fünfeck

Abb. 5: Regelmäßiges Fünfeck

4.3     Regelmäßiges Sechseck

Beim regelmäßigen Sechseck (Abb. 6) ist die Flächensumme ⅔ des Flächeninhaltes des regelmäßigen Sechseckes.

Abb. 6: Regelmäßiges Sechseck

4.4     Regelmäßiges Siebeneck

Abb. 7: Regelmäßiges Siebeneck

4.5     Regelmäßiges Achteck

Abb. 8: Regelmäßiges Achteck

5     Beweis der Flächeninvarianz

Der Beweis ergibt sich aus der bekannten Formel (1):

 

(1)      

 

Diese Summe ist unabhängig vom Parameter t.

Für die von der Eckenzahl n und dem Drehparameter t abhängige Flächensumme F(n, t) der gleichschenkligen Dreiecke errechnet man:

 

(2)      

 

Wegen (1) ergibt sich daraus:

 

(3)      

 

Die Flächensumme ist also tatsächlich nur von der Eckenzahl n abhängig, bleibt aber beim Drehen (Drehwinkel t) des regelmäßigen n-Ecks invariant. Also F(n). Dies war zu zeigen.

Die Tabelle 1 gibt die ersten Werte. Die dritte und die vierte Spalte geben das Verhältnis zum Flächeninhalt des jeweiligen n-Eckes an.

 

n

F(n)

Relativ

Relativ

3

 2.598076212

 2.

2

4

 2.

 1.

1

5

 1.816356321

 .7639320228

3 – √5

6

 1.732050808

 .6666666667

⅔

7

 1.685511167

 .6159570572

 

8

 1.656854250

 .5857864375

 

9

 1.637866054

 .5662371656

 

10

 1.624598482

 .5527864047

 

11

 1.614945711

 .5431082585

 

12

 1.607695154

 .5358983845

 

Tab. 1: Flächensumme

Die Tabelle 2 gibt illustriert das Verhalten für n → ∞. Wir vermuten F(n) → ½ π. Der Flächenanteil am regelmäßigen n-Eck strebt gegen ½.

 

n

F(n)

Relativ

1000

 1.570801494

 .5000049350

2000

 1.570797619

 .5000012340

3000

 1.570796901

 .5000005480

4000

 1.570796650

 .5000003080

5000

 1.570796534

 .5000001970

6000

 1.570796470

 .5000001370

7000

 1.570796432

 .5000001005

8000

 1.570796408

 .5000000770

9000

 1.570796391

 .5000000610

10000

 1.570796378

 .5000000490

Tab. 2: Flächensumme

Weblinks

Hans Walser: Schnittpunkt

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/S/Schnittpunkt9/Schnittpunkt9.html

Hans Walser: Invariante Flächensumme

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/I/Invariante_Flaechensumme2/Invariante_Flaechensumme2.html

Hans Walser: Invariante Flächensumme

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/I/Invariante_Flaechensumme/Invariante_Flaechensumme.html

Hans Walser: Invariante Flächensummen (Vortrag)

https://walser-h-m.ch/hans/Vortraege/20261022/index.html

Hans Walser: Invariante Quadratsumme

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/I/Invariante_Quadratsumme2/Invariante_Quadratsumme2.html

Hans Walser: Invariante Quadratsumme

https://walser-h-m.ch/hans/Miniaturen/I/Inv_Quadratsumme/Inv_Quadratsumme.htm